Aufbau Tracktool BMW E30 S50 – Teil 2

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Wie ihr in Aufbau Tracktool BMW E30 S50 – Teil 1 lesen konntet ist es nun soweit die ersten Arbeiten anzugehen.

Plan ist es, das gute Stück in einen Zustand zu bringen, der es erlaubt, auf öffentlichen Strassen zu fahren, die Stärken und Schwächen zu erkennen und dies natürlich entsprechend zu verbessern.

Als erstes gilt es die Löcher zu stopfen, die durch die Zeit und der Zusammenarbeit von Wasser, Salz und Eisen entstanden waren. Komischerweise waren weder die A-Säulen, noch die Wagenheberaufnahmen vom Rost befallen, auch die Kofferraumecken waren trocken, nur im Beifahrerfussraum, an der Reserveradmulde und an den Radläufen hinten zeigte sich die braune Pest unverhohlen. Die Löcher waren gross genug um jeden TÜV-Prüfer den „Erheblicher Mangel“-Stift auspacken zu lassen.

Wo wir gerade dabei sind, den Käfig haben wir auch gleich mal neu befestigt. Es handelte sich um einen in Eigenregie erweiterten Bügel unbekannten Fabrikats. Eingetragen war ein Bügel der Firma Wiechers, aber es gab leider keinerlei Dokumentation die das auch beweisen konnte. Gut, für die geplanten Testfahrten sollte der Käfig ausreichen, aber auf Dauer geht das auf gar keinen Fall. Auch die Befestigungspunkte der Gurte benötigen eine kleine Revision mit anständigen Gegenplatten und Gewindegrössen.

Die Karosse kann man nun schon einmal wieder auf die Menschheit los lassen. Allerdings mussten, wie in Aufbau Tracktool BMW E30 S50 – Teil 1 bereits erwähnt, noch einige Punkte abgearbeitet werden.

Der Ölkühler erwies sich als völlig funktionsfähig, lediglich die Anschlüsse und deren Schläuche wurden erneuert. Weiterhin haben wir den ABS-Block revidiert, alle Bremsleitungen neu gezogen und zwei ABS-Sensoren ausgetauscht, somit konnten auch die Zangen von Porsche wieder Ihre Arbeit so wie geplant verrichten.

Auch die Hinterachse blieb nicht an ihrem Platz, alle Gummilagerungen mussten den Kollegen aus dem Powerflex Regal weichen und weil es so schön ist, bekam das verbaute 25% Sperrdifferential auch gleich mal neues Öl.

Aber einen haben wir noch!
Die Vorbesitzer haben doch tatsächlich die originale Aluminium Airbox am fünften und sechsten Zylinder mit der Flex verjüngt, um am Bremskraftverstärker vorbei zu kommen. Eigentlich keine blöde Idee, nur ungeschickt, dass der Motor unter Volllast an den hinteren Zylindern mit hoher Sicherheit nicht mehr genug Ansaugluft erhält. Ergo, raus mit dem originalen Bremskraftverstärker, rein mit einem optimierten und her mit einer speziell für S50-Umbauten laminierten Carbonairbox. Sieht nicht nur gut aus, klingt auch gut und bringt Luft ins System.

Damit ist das nötigste getan um wieder an den Start zu gehen, auch die technische Rennleitung gab ihr ok und somit steht den ersten Testfahrten nichts mehr im weg.

Frei nach dem Motto „Jeder lobt, was Nürburgring-erprobt“ geht es in die Eifel zum Testen und was soll man sagen, die Kiste geht gut, richtig gut und das sowohl auf der legendären Nordschleife, als auch auf der GP-Strecke.

An dieser Stelle auch nochmals vielen Dank an die Spotter am Ring (hier www.touribilder.de).

Aber trotz all der Freude über das neue Spielzeug, gibt es doch einige Baustellen die auf jeden Fall noch verbessert werden müssen. Das verbaute Bilstein Fahrwerk zeigte, gerade in den schnellen Passagen, wie Schwedenkreuz, deutliche Schwächen. Auch die unkritisch angesehene Porsche Bremse erweist sich auf der GP-Strecke leider als instabil was den Bremspunkt angeht.

Summa summarum:

Auto läuft, aber es gibt immernoch viel zu tun!

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