#Hoonfest16 Blogger Event

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#Hoonfest16

weil Autonarren gerne fahren, quatschen, grillen und Bier trinken.

Es gibt Kollegen, die schmunzeln bezüglich des gewählten Hashtags. Zu recht? Wir sind da anderer Meinung, aber egal. Welcher irre Petrolhead hat sich denn diesen seltsamen Hashtag ausgedacht? Die Frage könnten wir beantworten, tun wir aber nicht.
Egal, wir haben sofort zugesagt als wir hörten, es soll eine Hoon-Party an und um die Grüne Hölle geben. Autofahren, Nordschleife, auf Achse anreisen, Übernachten mit Bier und Fleisch vom Grill sind genau die Sachen, die wir am besten können. Knapp 10 andere „Blogger-Hühner“ hatten auch große Lust die Eifel unsicher zu machen. Also #Hoonfest16… Los geht’s!
Was steht denn bei einem solchen Treffen überhaupt auf der Tagesordnung?
Erst mal Spaß, dann kommen Fotos, Videomaterial und die Geschichten von ganz alleine. Unser Dr. Sebi „Kopfaus“ Bauer von Passiondriving.de hat mit den neusten online Technologien wunderbare Ablaufpläne und ToDo-Listen erstellt, aber erstens kommt es ja anders und zweitens als man denkt.

„WTF Vorplanung!“

 

Anreise #Hoonfest16

Unser Rennstall.info-Wecker klingelt sau früh, irgendwann vor 4:00 Uhr nachts. Man muss wissen, der Frühstückstisch in der Eifel ist gedeckt und die Anreise dauert zweieinhalb Stunden bis zum Passiondriving.de-Headquarter. Direkt nach der Ankunft wurden wir in die Fahrzeuge eingewiesen und der Ablauf wurde besprochen. Zugehört haben wir wenig. Der Drang ausreichend Koffein in unser System zu bekommen, war einfach zu stark. Außerdem, wir wissen uns ja zu benehmen und die wirklich wichtigen Sachen bleiben natürlich hängen.

Alles kostet Geld

aber die Bekanntschaften, die man an solchen wundervollen Treffen neu schließt sind kostenlos aber so viel wert. Einige der anwesenden Blogger sind uns nur aus dem Netz bekannt gewesen. Die Plattformen hat man mal gehört. Die Gesichter dazu zu kennen, das ist einer der Gründe für uns anzureisen. Petrolheads passen einfach immer zusammen, wie Dibbchen und Deggelchen. Ein recht bekannter YouTuber sagte vor kurzem:
„Wer keine Freunde hat, muss einfach nur in die Fahrzeug Szene gehen und sich dafür interessieren. Hier findest du überall Zuspruch und lernst freundliche und offene Menschen kennen. Egal ob du Tuning machst, Rennen fährst oder ein Auto so tief auf den Boden legst, dass die Antriebswellen schleifen.“
Und genau so ist es. Wir haben ausschließlich komische Menschen dabei, durchgepeitsche Zweirad-Schinderhannes aus Stuttgart, ruhige Berliner Ikken, Ex-Münchner Schnösel die doch irgendwie in die ruhige Eifel gehören, nervöse Paradiesvögel aus Frankfurt, Franken die eigentlich halbe Ossi’s sind, sogar Kohlekinder aus dem Pott. Von den Exoten aus allen Herren Ländern, die ihren Weg an die Nordschleife gefunden haben, ganz zu schweigen. Ist aber auch vollkommen egal. Wir haben richtig Spaß und jeder konnte mit dem anderen quatschen und es verstehen sich auf Anhieb alle, wenn auch manchmal mit Händen und Füßen. Die Fahrzeugszene ist das Geilste was es gibt!

Kurzum, jeder hat an jedem geschnuppert, die Leihfahrzeuge sind durchgewürfelt und wir nehmen im E30 Platz, wie immer. Ab zum Ring ist die Ansage.
Eigentlich ist der Rennstall-Plan so viele Runden auf der Nordschleife zu drehen wie es mit Vernunft nur möglich ist. Aber wie das Leben manchmal so spielt… Kaum sind wir auf dem Parkplatz angekommen, heißt es erst mal pausieren. Strecke gesperrt! Bis zur Mittagspause schafften wir mit Biegen und Brechen – wie war das mit der Vernunft? – gerade mal gute 100km Schleife.
Unfälle und viele Sperrungen machen es uns nicht leicht die 25er Karte runter zu fahren. Das Warten nervt, aber genauso sind die Touristenfahren. Die Konsequenz, wir fahren zusammen etwas durch die Eifel zum Spaß haben. Das Endziel für die Mittagszeit war das bekannte Brünnchen. Die Strecke steht dauernd im Wechsel zwischen geöffnet und gesperrt. Egal, in dieser wilden Touristenfahrerzeit genießen wir die Gemeinsamkeit sowie die 31°C in der Eifel-Sonne.

Der Nachmittag schenkt uns noch ein paar schöne Runden in der grünen Hölle. Die BMW E30 laufen einwandfrei bis zum Abend. Was fehlt jetzt noch? Richtig, ein Abendausklang wie ein Autonarr es sich nur wünschen kann. Unser Gastgeber hat feinstes Rind, Schwein und Hühnchen, einschließlich dem benötigten Zubehör besorgt, um die Blogger-Hühner mit seinen Grillkünsten zu beeindrucken. Irgendjemand hatte zusätzlich für ausreichend bayrisches Bier besorgt, welches bis tief in die Nacht reicht, genauso wie die Spritgespräche. Der Abend hätte nicht besser enden können!

Natürlich haben wir auch eine Meinung zu den Testfahrzeugen.

Mit einigen durften wir sogar auf die mautpflichtige, schönste Einbahn Landstraße der Welt, andere Fahrzeuge haben wir „nur“ über die Landstraßen der Eifel geschubst.

Jaguar F-Type SVR

Die dicke, hübsche Jaguar Omi kommt mit Allrad daher, ist edel ausgestattet und marschiert mächtig nach vorne. Der Motor ist eine Wucht, die Bremse auch. Leider ist der F-Type einfach zu fett für die engen Eifelstraßen. Weder der üppige Motor, noch die übergroßen Keramikscheiben machen auf diesem Geläuf wirklich Sinn. Der F-Type ist ein wunderschönes, zweitüriges optisches Meisterstück, aber genau deshalb ist dieser Kater wohl eher was für die großen Boulevards dieser Welt und nichts für die Eifelwege. Trotzdem ist er die Alternative in der Preisklasse. Er ist ein chilliger Cruiser mit Dampf.

 

Nissan 370Z PACK

Saugen statt blasen! Alles andere was auf dem Hof stand hatte Turbo, Kompressor oder Elektroschnissel. Der Z hat 328 PS aus 3.7 Litern Hubraum und uns hat das richtig, richtig Spaß gemacht. Selbst der über 500 PS starke Jaguar fährt dir auf den kleinen Landstraßenkurven nicht davon. Für uns das beste und spaßigste Auto aus dem Fuhrpark. Wäre da nur nicht dieses Getriebe! „Rev-Match“ soll es haben. Leider kommt die Fair-Lady, gerade wenn es mal schnell gehen muss, in den Wellen 3, 4 und 5 mit dem „Rev“-en oder „Mätschen“ nicht ganz mit. Liebes Nissan-Team bitte kauft ein DSG aus dem VW Regal dazu und hackt das in den 370Z. Das 7-Gang-Wandlerautomatikgetriebe ist eine Katastrophe.

Nissan Juke Nismo RS

Wer soll denn so ein Auto kaufen? Wir wissen das wirklich nicht, aber in der Generation ESP findet sich bestimmt jemand, der eine Finanzierung dafür abschließt. Sportlich gerade ausfahren ist damit wunderbar, der Juke zieht sauberst durch. Der Turbomotor ist drehmomentstark und die Handschaltung echt Sahne. Da bist du in 7,0 Sekunden auf 100km/h, aber die Kurven fährst du damit leider immer wie ein Anfänger auf der Rikscha. 220 PS im Opel Agila werden auch nicht gebaut, geschweige denn verkauft und das mit Recht.

VW Golf GTI Performance

Bestimmt das beste Gesamtpaket des kompletten Fuhrparkes. Nur leider hatte genau dieser Golf weder GTI noch Performance. Der Golf durfte auch offiziell auf die Nordschleife, so wollte es der Hersteller. Wir haben uns echt Mühe gegeben, aber die Bremse ist echt grenzwertig für einen solchen Einsatz. Wäre es ein Golf – ja ok – wäre es nur ein Golf GTI – wäre es auch ok, aber das hier soll ein Golf GTI Performance sein! Die Bremse ist spätestens im Adenauer Forst schon spürbar weich und man hangelt sich gerade so durch den Rest der Runde. Der Wolfsburger zecht sich beeindruckend schnell, bis die Lichtshow im Kombiinstrument alles beendet. Ende Gelände, aus die Maus, irgendwas mit ESP, Vorderachse oder Differential ist defekt. Ein VAG-Com hatten wir gerade nicht bei der Hand, um eventuelle Fehler zu löschen oder weitere Diagnosen zu erstellen. Der Golf wird in die Ecke gestellt. Echt schade drum.

Opel Astra (K) Turbo Dynamic

Gefahren sind wir den Rüsselsheimer nur zum Kaffee trinken und um die Klimaanlage zu testen. Das hat er super gemacht und es war echt sau heiß draußen. Natürlich hat der Astra Turbo auch Dynamic, aber das haben wir die Kollegen testen lassen.

Audi A3 e-tron Sportback

Immer, wirklich immer, schießt mir ein Film aus 1982 in den Kopf, wenn ich den E-Tron Schriftzug lese. Hätte man sich hier nichts Anderes einfallen lassen können? Das Auto ist schön leise, aber immer viel zu teuer. Die große Meinung zu Hybridfahrzeugen bleibt hier und jetzt eingepackt. Denn… Es geht doch dem Verbraucher um Kosten/Nutzen. Es geht vielleicht auch um ein Gefühl „grün sein“. Es geht um Kostenersparnis in seinem Land, in seiner Stadt oder auf seinem Dorf. So etwas möchte der Verbraucher. Aber ein Audi A3, welcher innen immer enger – ok vorne geht’s – und außen immer hässlicher wird und dann auch noch 50.000++ EUR (ausgestattet) kostet, wird sich wohl nicht sehr häufig verkaufen. Fahren lässt sich der e-tron Sportback schön, es macht auch Spaß mal „grün zu sein“. Die Verarbeitung ist Audi-typisch oberes Drittel. Aber es gibt zu viele Fragezeichen an diesem A3.Vielleicht ist das einfach nicht unsere Art der Kompaktklasse.

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